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Jacob Kirkegaard - alt & intet 

Der Klang verlassener Räume in Tjernobyl, schmelzenden Eises und der Mauer in Palästina. 

Die Ausstellung alt & intet (alles und nichts) des Dänen Jacob Kirkegaard (geb. 1975) ist die siebte der Ausstellungsreihe ARoS FOCUS//NEW NORDIC, die junge nordische Künstler in den Mittelpunkt stellt. Kirkegaard ist international für seine faszinierenden Tonaufnahmen aus aller Welt bekannt, und ARoS stellt nun fünf seiner markanten Toninstallationen vor; dabei wurde das Werk Black Metal Square #1 – 3 eigens für die Ausstellung alt & intet geschaffen.  

„Tonkunst ist eine besondere Nische der zeitgenössischen Kunst, und Jacob Kirkegaard ist ein Pionier auf diesem Gebiet. Klänge brauchen Zeit, und während man lauscht und wartet, öffnet sich häufig etwas für einen. Dieses Erlebnis möchten wir unseren Besuchern bieten”, beschreibt Museumsdirektor Erlend G. Høyersten die Ausstellung. 

Kirkegaards Werken liegt die Idee zugrunde, dass in allem Töne sind. Mithilfe modernster Ausrüstung nimmt er Töne unter Wasser, die Resonanz verlassener Räume und Töne tief innen im Ohr auf. In einer Verbindung aus wissenschaftlichen Untersuchungen und künstlerischen Inszenierungen erinnert uns Kirkegaard daran, dass in der modernen, visuellen Welt Töne oft zu gering gewichtet werden. 

„In der Ausstellung alt & intet erfahren wir, dass Kunst mehr und etwas anderes ist als eine visuelle Sprache. Kunst ist in ebenso hohem Maße Töne und Schallwellen, die Besucher an einen anderen Ort bringen können, das kann geografisch sein, einstellungs- oder gefühlsmäßig“, sagt Museumsinspektorin Pernille Taagaard Dinesen, ARoS.

Die zu Kirkegaards Ausstellung bei ARoS ausgewählten Werke sind: Isfald (2013), Black Metal Square #1-3 (2017), Aion (2006), Earside Out (2015) und Through the Wall (2014).

Jacob Kirkegaard absolvierte 2006 die Kunsthochschule für Medien in Köln. Bisher hat er u. a. bei MoMA in New York, im KW Institute for Contemporary Art in Berlin und im Mori Art Museum in Tokyo ausgestellt. Er selbst sagt: „Wir leben in einer sehr auf das Bildmedium konzentrierte Zeit. Mit Klängen tun wir uns oft schwer, weil sich Töne mit der Zeit entfalten. Ton kann man nicht so erleben wie ein Bild. Du musst Zeit mitbringen und akzeptieren, dass Töne Schwingungen sind, die Dich umschließen. Ich bin daran interessiert, die Welt zu begreifen anstatt sie nur zu verstehen. Töne können ein Weg sein, die Welt zu begreifen.“

Pressefotos können bei Nennung des Fotografen kostenlos von Dropbox heruntergeladen werden.

Weitere Informationen bei:

Anne Riis, Presseverantwortliche, ARoS
M: 28884464 | ari@aros.dk 

Ausstellung Sponsor:

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Die Ausstellungsreihe ARoS Focus/New Nordic wurde großzügig unterstützt von Det Obelske Familiefond.

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©ARoS 2017