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Ron Mueck's Boy

Die Skulptur Boy des australischen Künstlers Ron Mueck (geb. 1958) ist zu einem der Wahrzeichen des ARoS Aarhus Kunstmuseums geworden. Mit 4,5 m Höhe und 500 kg Gewicht, nimmt die kauernde Jugend von enormer Größe das nördliche Ende im Sonderausstellungsfoyer des Museums ein.

Durch seine Größe und Lebensechtheit ist Boy ein wirklich phantastischer Anblick, und es gab recht viele staunende Augen, als er beim Millennium Dome in London im Jahr 2000 zum ersten Mal zu sehen war, und später auf der Biennale von Venedig in 2001. ARoS hat Boy 2001 erworben.

Ron Mueck erdachte Boy 1999. Der Künstler brauchte acht Monate, um von eine 40 cm hohen Tonmodell zu der heutigen, fast fünf Meter hohen Glasfaserskulptur zu gelangen. Die Figur wurde mit erstaunlicher Liebe zum Detail ausgeführt: Die Hautoberfläche überzeugt beispielsweise mit deutlich sichtbaren Blutgefäßen und Haarbälgen. Dieser Hyperrealismus macht Boy gleichzeitig lebendig und präsent, aber auch fremdartig und unrealistisch. Ron Muecks Boy ist eine wesentliche Ergänzung zu ARoS’ Sammlung internationaler Gegenwartskunst. Mit seiner äußerst realistischen Körperdarstellung gehört das Werk eindeutig in die neorealistische Tradition, die sich von Namen Duane Hanson, Claes Oldenburg und Robert Gober in den Siebzigerjahren bis zu Jeff Koons in den Achtzigerjahren erstreckt.

Es sei darauf hingewiesen, dass die hockende Stellung der Figur von den australischen Aborigines inspiriert ist, die aufmerksam die Ebene nach Wild absuchen.

Als großzügige Geste, ausgelöst durch seine Begeisterung für Boys Heimat bei ARoS, hat Ron Mueck dem Museum fünf Skizzen, eine Computerzeichnung und fünf Modelle des viel beachteten, jugendlichen Giganten geschenkt. Zu den Modellen gehören zwei kleine Ausführungen von Boy aus Gummi und Ton, 43 und 28 cm hoch, sowie ein großer Zeh, zu dem das Adjektiv “groß” wirklich passt: Er ist 18 cm hoch, 29 cm breit und 22 cm lang!

#arosboy

Boy, Ron Mueck

Boy, Ron Mueck. Photo: Anders Sune Berg

Boy, Ron Mueck

Boy, Ron Mueck. Photo: Anders Sune Berg

©ARoS 2017