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Elmegreen & Dragset: Too Late

Die 9 Räume

Die 9 Räume ist ein Ausstellungsraum auf der unterirdischen Ebene des ARoS Aarhus Kunstmuseums, der für internationale Lichtkunst, Videokunst und Installationen reserviert ist und eigens dafür konzipiert wurde. Meistens wurden Ankäufe aus der Spende der New Carlsberg Foundation finanziert, die dem ARoS Aarhus Kunstmuseum 40 Mio. DKK über einen zehnjährigen Zeitraum zufließen lässt.

Gegenwärtig sind folgende Werke in Die 9 Räume zu sehen: 

Tony Ourslers videoinstallation Unk kan opleves i sin fulde længde i De 9 Rum #arosart #de9rum #video #videoart #tonyoursler #art #aarhus

En video slået op af ARoS Aarhus Kunstmuseum (@arosartmuseum) den

TONY OURSLER, USA

Unk, 2004
Ein schwerer Glastank von 2 x 2 x 2 m, mit Wasser gefüllt, ist der Rahmen eines großen Menschenkopfs aus Glasfaser, auf den ein Gesicht projiziert wird. Der abgedunkelte Raum um den Tank herum unterstreicht die gespenstische Atmosphäre. Das Werk ist somit eine Weiterentwicklung von Tony Ourslers (geb. 1957) früheren Produktionen, in denen er Puppen mithilfe projizierter Videobilder zum Leben erweckt.

JAMES TURRELL, USA

Milkrun III, 2002
James Turrells (geb. 1943) Lichtwerk besteht aus künstlichem Licht. Der Betrachter wird mit einem glimmenden, roten Lichtfeld konfrontiert, dass von blauem und gelbem Licht gebrochen wird, schlitzförmig hinein schneidend und so Dreidimensionalität in das diffuse, opalfarbige Licht bringend. Anstelle einer spektakulären Wirkung erzeugt dieses schimmernde Farbenfeld ein Gefühl gedankenvoller, zurückhaltender Dramatik. 

PIPILOTTI RIST, SCHWEIZ

Dawn Hours in the Neighbour’s House, 2007
Schweizerische Pipilotti Rist (geb. 1962) hat eigens für Die 9 Räume eine Installation geschaffen, in der der Besucher in nur acht Minuten 24 Stunden erleben kann. Ihre einzigartige Video-/Soundinstallation inszeniert einen der banalen, aber magischen Alltagsaugenblicke – die Dämmerung. Frau Rist hat ein Wohnzimmer mit Möbeln, Tapete, Fenstern und Pflanzen eingerichtet. Video, Sound und Licht schaffen verschiedene Atmosphären der Dämmerung. Sie scheint vertieft zu sein in anscheinend alltägliche, wohlbekannte Lebensbereiche. Aber es gibt eine Wendung. Das Haus hat etwas Fremdes, Ungewohntes – betont durch die Tatsache, dass die Künstlerin ein Heim in einer so unnatürlichen und fremdartigen Umgebung wie einem Museum eingerichtet hat.

OLAFUR ELIASSON, DÄNEMARK/ISLAND

Surroundings, 2007
Der dänisch-isländische Olafur Eliasson, geb. 1967, ist ein gut etablierter moderner Künstler. Eliasson hat seinen Ruhm durch großformatige Kunstwerke erworben, die Naturwissenschaft und Kunst verbinden. In Die 9 Räume bei ARoS kombiniert Eliasson diese beiden Elemente wiederum mit großer Wirkung in Surroundings. Indem er die Betrachter mit unterschiedlichen physikalischen Experimenten konfrontiert, fordert er den Gesichtssinn heraus und lässt unsere Augen etwas sehen, das nicht vorhanden ist. Eliasson versucht so, eine Verwirrung zu erzeugen, wie wir mit der Welt interagieren und wie wir die Vorstellung von uns selbst durch Interaction mit den uns umgebenden Dingen erzeugen.

MARIKO MORI, JAPAN

Tom Na H-lu, 2006
Mariko Moris Werk kombiniert in eleganter, treffender Weise Spiritualität und Cybertechnologie. Tom Na H-lu nannten die alten Kelten den Platz, an dem sich die menschliche Seele aufhält, bis sie wiedergeboren wird. Für die Kelten hatte Tom Na H-lu die Gestalt eines riesigen Monolithen. Mori hat diesen Monolithen aus mattem Glas neu erschaffen. Die Glasskulptur enthält eine computergesteuerte LED-Lichtquelle, die immer dann ihre Farbe wechselt, wenn ein Stern stirbt. Über das Internet ist dieses Werk mit einem Supercomputer im Super Kamiokande Observatory der Universität Tokyo verbunden.

OLAF BREUNING, SCHWEIZ

First, 2003
Bei unserer ersten Begegnung mit Olaf Breunings (geb. 1970) Werk sehen wir ein Video, das auf ein weißes Tuch projiziert wird. Jedoch erweist sich das weiße Tuch als Rückseite einer E.T.-Figur von der Größe eines Kindes, dem liebenswerten kleinen Raumwesen aus Steven Spielbergs Film von 1982. Hauptdarsteller und Erzähler in dem Video ist Brian Kersetter, ein junger Mann, der uns in dem sieben Minuten langen Video zu sehr unterschiedlichen Orten der USA, mit sehr verschiedenartigen Geschichten – vom Venetian Hotel in Las Vegas durch den Wilden Westen bis zu dem Pennsylvania der Amishen. Das Video nimmt häufig Bezug auf die kommerzielle Filmindustrie, einschließlich Filme und Werbung. Wiederholt wird uns in dem Video mitgeteilt, wie gelangweilt der Erzähler ist und wie diese Langeweile die Anregung zu den nachfolgenden Aktionen zu liefern scheint.

James Turrell: Milk Run III

Pipilotti Rist: Dawn Hours in the Neighbour’s House, 2007

James Turrell: Milk Run III

Tony Oursler: UNK, 2004

James Turrell: Milk Run III

Mariko Mori: Tom Na H-lu, 2006

James Turrell: Milk Run III

Olafur Eliasson: Surroundings, 2007

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