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Bacon, Freud, and the London painters.

14 Oktober 2017 –  4 Februar 2018

Mit der Ausstellung Bacon, Freud, and the London painters geht ARos eine Zusammenarbeit mit der Galerie Tate, London ein, die ARoS eine Reihe an künstlerischen Meisterwerken zur Verfügung stellt. Die Ausstellung setzt in den Jahrzehnten nach dem zweiten Weltkrieg an, wo die englische Kunstszene von Malern dominiert wurde, die ihre Inspiration im menschlichen Körper fanden – hierunter zum Beispiel die legendären Künstler Francis Bacon und Lucian Freud. Zusammen werden diese britischen Nachkriegskünstler als „The School of London“ bezeichnet.

Lucian Freud , Girl With A White Dog , 1950-51, Oil On Canvas , 76,2 X 101,6 Cm . Tate Purchased 1952 (c ) Tate , London 2016

Lucian Freud, Girl With A White Dog, Oil paint on canvas 762 x 1016 mm. Tate: Purchased 1952 © The Lucian Freud Archive / Bridgeman Images

THE SCHOOL OF LONDON

In Bildern, die ihre Freunde, Partner, Familie und nähere Umgebungen motivisch porträtieren, beschäftigte sich die „School of London“ mit Themen, die für sie äußerst wichtig und sehr persönlich waren. Die Auffassung, dass Angst und Hoffnungslosigkeit Grundbedingungen der menschlichen Existenz sind, zieht sich wie ein roter Faden durch die Bilder der Künstler und ihre Werke spiegeln eine existentialistische Lebenseinstellung wider, die sich im Angesicht von Tod und Zerstörung nach dem zweiten Weltkrieg schnell über ganz Europa ausbreitete. Die Künstler der „School of London“ definierten das klassische Körperideal neu, indem sie den Körper ge- und zerbrechlich darstellten, als eine direkte Gegenantwort zum gesunden und starken Körperideal.

DER KAMPF GEGEN DAS KLASSISCHE KÖRPERIDEAL

Unter Adolf Hitlers Regime wurden die Antike und die altgriechischen Ideale zu politischen und Propagandazwecken benutzt. Der starke, durchtrainierte Körper wurde zum Synonym für „die reine“, ausdauerstarke Rasse, die als respekteinflößend und bewundernswert angesehen wurde. Als eine Gegenreaktion auf Hitlers Standardisierung der Gesellschaft und der Rückkehr zu den Werten der griechischen Antike kündigte die „School of London“ das klassische Körperideal auf. Der Fokus der Künstler auf Fleisch, Nacktheit und fließende Konturlinien bewirkte eine neue Form des Körperporträts, bei der Triebe und das tiefste Innerste des Verstandes den Platz des gesunden Leibes einnahmen. Die Balance zwischen der figurativen Wiedererkennung und der angedeuteten Abstraktion durch die britischen Künstler erlebt man wie eine schmerzliche Verarbeitung der Fotografien von Massengräbern aus Europas Konzentrationslagern. Der Körper wird nicht länger als machtvoll und stark angesehen, sondern als verwundbares, sterbliches Leib, mit all seinen menschlichen Verwirrungen.

90 MEISTERWERKE

Alles in allem präsentiert die Sonderausstellung Bacon, Freud, and the London painters 90 Werke der Künstler der „School of London“ – nur wenige von ihnen wurden zuvor in Dänemark gezeigt. Die gesamte Liste der teilnehmenden Künstler enthält: Francis Bacon, Lucian Freud, Michael Andrews, Frank Auerbach, David Bomberg, William Coldstream, R.B. Kitaj, Leon Kossoff, Paula Rego und Euan Uglow.

Francis Bacon, Study For Portrait II (after The Life Mask Of W.B.) 1955, Oil On Canvas, 61 X 50,8 Cm. Tate. Purchased 1979 (c )Tate, London

Francis Bacon, Study for Portrait II (after the Life Mask of William Blake) 1955. Oil paint on canvas 610 x 508 mm. Tate: Purchased 1979 /copydanbilleder.dk 2017

Bacon, Freud, and the London Painters wird unterstützt von: 

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