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Do Ho Suh , Passages , Installation View ,  Victoria Miro Gallery II, Courtesy The Artist , Lehmann Maupin , New York And Hong Kong , And Victoria Miro , London (Photography Thierry Bal ) (2)

Do Ho Suh, Passages, Installation View,  Victoria Miro Gallery II. Courtesy The Artist, Lehmann Maupin, New York And Hong Kong and Victoria Miro, London. Foto: Thierry Bal 

Pressemitteilung Oktober 2018

Do Ho Suh - Korridor

10. November 2018 bis 17. Februar 2019, ARoS  Focus Galerie, Ebene 5 

Eine visuell verführende Ausstellung, die zu Interaktion einlädt. Der südkoreanische Künstler zeigt poetische Korridore aus Textilien aus seinen Wohnungen in Seoul, Berlin und London.

Vom 10. November 2018 bis zum 17. Februar 2019 zeigt ARoS die Ausstellung Do Ho Suh – Korridor. Do Ho Suh ist weltweit dafür bekannt, beinahe schwerelose, transparente Stoffräume zu schaffen, die genau und in voller Größe die Wohnungen wiedergeben, in denen er gewohnt hat. Die Ausstellung ist die dritte in der Reihe Intermezzo, die Kunst zeigt, bei der die Perzeption und das Verstehen der Werke durch Sehen allein nicht möglich sind. Es ist Do Ho Suhs erste Einzelausstellung in Dänemark.

„Do Ho Suhs Erzählung ist universell. Die meisten Menschen haben einmal ein Heim verlassen und mussten andernorts ein neues aufbauen. Die Werke des Künstlers erfassen genau jenes Gefühl, das bei einem Umzug aufkommen kann. Das Gefühl kennen alle, aber es ist mit Worten schwer zu beschreiben. Do Ho Suhs Arbeit ist in einer Welt relevant, in der Migration zunimmt und Menschen immer häufiger ihren ursprünglichen Wohnort verlassen”, erklärt Museumsdirektor Erlend G. Høyersten, ARoS.

DIE AUSSTELLUNG

In der weiß gestrichenen Galerie dominiert eine 30 m lange, bunte Skulptureninstallation. Sie besteht aus acht handgenähten Stoffkorridoren, die aneinander gereiht sind. So kann man durch sie hindurch gehen und sich von buntem, durchscheinendem Stoff umschließen lassen.

Jeder Raum ist in traditioneller koreanischer Technik sorgfältig handgenäht und betont sowohl architektonische Linien als auch kleine Details wie Türgriffe, Scharniere und Steckdosen. Die einzelnen Passagen sind für Do Ho Suh sehr persönlich und speziell, da sie ´Abgüsse´ von Korridoren, Passagen und Eingängen jener Wohnungen sind, in denen er in Seoul, Berlin und London gewohnt hat. Die Bewegung von einem (Stoff)raum in den nächsten ist für Do Ho Suh ein Symbol seiner eigenen Reise von Land zu Land oder von Station zu Station seines Lebens.

„Die Ausstellung Korridor ist visuell verführend und lädt zu Interaktion und Bewegung ein. Mit den Stoffskulpturen hat Do Ho Suh eine einzigartige und poetische Möglichkeit gefunden, die erkennbaren Rahmen seiner Wohnung(en) in transportabler Form mitzunehmen. So kann er gleichsam ein Zelt aufschlagen, wenn sich das Bedürfnis nach der beruhigenden Umarmung des Heims meldet”, sagt Museumsinspektorin und Kuratorin Jeanett Stampe, ARoS.

DER KÜNSTLER

Do Ho Suh wurde 1962 in Seoul, Südkorea, geboren. Mit 29 Jahren ging er in die USA, wo er an der Rhode Island School of Design Malerei und später an der Yale University Bildhauerei studierte. Gegenwärtig lebt und arbeitet er in London. Do Ho Suh kann auf viele internationale Einzelausstellungen zurückblicken, und seine Werke sind in Museumssammlungen in aller Welt vertreten, z. B. Museum of Modern Art, New York; Whitney Museum of American Art, New York und Tate, London. Do Ho Suh wird von Lehmann Maupin, New York, Hong Kong, Seoul und Victoria Miro, London / Venedig, vertreten. 

Do Ho Suh arbeitet vorwiegend mit Skulpturen, aber seine Schöpfungen umfassen auch zweidimensionale Werke und Filme. Er beschäftigt sich intensiv mit dem, was das Gefühl eines Heims ausmacht, wie wir uns an Architektur und Räume erinnern und wie das mit diesen räumlichen Erfahrungen verbundene Gefühl in eine visuelle Sprache übertragen werden kann. Do Ho Suh ist speziell für seine Aufsehen erregenden durchsichtigen Stoffskulpturen bekannt, die Räume im Maßstab 1:1 wiedergeben. Seine Werke haben ihren Ursprung in seiner eigenen Migrationsgeschichte und den Erfahrungen aus den Umzügen von Südkorea in die USA und später nach Europa. Die persönliche Lebensgeschichte, die Grundlage seiner Werke, wird durch die visuelle Form der Skulpturen in eine universelle Größe umgewandelt, zu der wir alle Stellung nehmen können.

KATALOG

Zur Ausstellung erscheint ein vollständig illustrierter Katalog, der nach einem Einführungstext der Ausstellungskuratorin Jeanett Stampe ein Essay von Professor Carsten Thau, Kunstakademiets Arkitektskole (Architekturschule der Königlichen Dänischen Kunstakademie), enthält

Pressefotos können bei Nennung des Fotografen kostenlos von Dropbox heruntergeladen werden.

Weitere Informationen bei:

Museumsinspektor Jeanett Stampe
+45 6162 9618 / jest@aros.dk

Presse- og Kommunikationsabteilung:

Anne Riis: +45 2888 4464 / ari@aros.dk
Jens Henrik Daugaard: +45 2888 4467 / jehd@aros.dk

Pressefotos können bei Nennung des Fotografen kostenlos von Dropbox heruntergeladen werden.

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