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Jake & Dinos Chapman The Sum of All Evil, 2012-13 (detail) Jake & Dinos Chapman The Sum of All Evil, 2012-13 (detail) Glasfiber, plastik og mixed media / Fibreglass, plastic and mixed media 4 vitriner hver / four vitrines each 215 x 128.7 x 249.8 cm Courtesy the artists and Blain|Southern Photo: Todd-White Art Photography

Pressemitteilung Juni 2018

Jake & Dinos Chapman - March of the Banal

16. Juni bis 21. Oktober 2018, ARoS Focus-galerie Ebene 5 

Die britischen Künstler, die Brüder Jake und Dinos Chapman (geb. 1966 und 1962), sind seit den Neunzigerjahren herausragende Figuren der Kunstszene. Ab Mitte Juni ist ihr konfrontierendes und schockierendes Universum in der Ausstellung Jake & Dinos Chapman – March of the Banal im ARoS zu erleben. Diese Ausstellung ist die zweite der Reihe Intermezzo, die Kunstwerke zeigt, deren Perzeption und Verstehen mehr als den Gesichtssinn erfordern. 

„Es ist in mancher Hinsicht eine düstere Ausstellung. Sie will unsere Besucher schockieren und aktivieren und sie zum Nachdenken darüber bewegen, warum wir über das, was wir sehen, beleidigt oder anderswie darüber verärgert sind. Und sie wird hoffentlich unsere Augen noch weiter für die Probleme der Welt öffnen“, beschreibt Museumsdirektor Erlend G. Høyersten, ARoS, die Zielrichtung. 

DIE AUSSTELLUNG

Die eine Wand der Galerie ist in Regenbogenfarben bemalt – ein starker Kontrast zu dem im Übrigen düsteren Setup. In diesem kontrastreichen Rahmen finden die Besucher eine Reihe von Archetypen des Bösen, wie Jake und Dinos Chapman sie sehen; Ku Klux Klan-Schaufensterpuppen, Ungeheuerlichkeiten in Form von Darstellungen der Übergriffe französischer Truppen gegen die spanische Bevölkerung im 19. Jh. und 11 ursprünglich von Adolf Hitler gemalte Aquarelle, die nachträglich von den Brüdern Chapman verändert wurden. 

„Das künstlerische Projekt der Brüder richtet das Augenmerk auf das Böse. In ihrem Verständnis werden Menschen nicht bösartig geboren, sondern werden böse und gedankenlos, wenn sie nicht mehr innehalten und nachdenken. Die Bosheit in dieser Ausstellung ist deshalb nicht tiefgründig und dämonisch, sondern ein Bild jener Bosheit, die in jedem von uns stecken kann. Gerade darum ist sie banal”, sagt dazu Museumsinspektor und Ausstellungsverantwortlicher Rasmus Stenbakken, ARoS.

DIE KÜNSTLER
Die Brüder Chapman bekamen 1990 ihren Abschluss vom Royal College of Art, London, und gehören zusammen mit Künstlern wie Damien Hirst, Tracey Emin und Sarah Lucas zum Kern der Young British Artists (YBA). Sie sind unter den führenden Skulpteuren ihrer Generation. Seit zwei Jahrzehnten schaffen sie substanzielle Werke, die sich mit komplizierten Themen wie Erfahrung und Moral beschäftigen.   

Die Werke der Brüder sind provozierend und grotesk. Sie nutzen eine offensichtliche Schocktaktik, die sich auch bei vielen anderen YBA-Künstlern wiederfindet. Unter dieser unmittelbaren Schocktaktik verbergen die Werke eine größere, tiefer gehende Analyse des Verhältnisses der Gesellschaft zu Krieg, Gewalt, Sexualität und Moral. Jake und Dinos Chapman bedienen sich der Provokation als ästhetisches Werkzeug, um eine Konfrontation mit dem Betrachter zu erreichen und ihn zu zwingen, sich zu entscheiden. 

KATALOG

Anlässlich der Ausstellung gibt ARoS einen Katalog mit einem rezensierten Forschungstext von Dr. phil. Camilla Skovbjerg Paldam, Dozentin am Institut für Kommunikation und Kultur - Kunstgeschichte der Universität Aarhus heraus. Dazu hat Niels Henning Falk Jensby, Autor des von Kritikern gelobten Buchs Techno, einen Belletristik-Text über das Verhältnis zur Kunst von Jake und Dino Chapman verfasst.

Pressefotos können bei Nennung des Fotografen kostenlos von Dropbox heruntergeladen werden.

Weitere Informationen bei:

Anne Riis, Presseverantwortliche, ARoS M: +45 2888 4464 | T: +45 8730 6621 | ari@aros.dk

Rasmus Stenbakken, Museumsinspektor, ARoS
T: +45 2856 3485, rcs@aros.dk

Pressefotos können bei Nennung des Fotografen kostenlos von Dropbox heruntergeladen werden.

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