Geöffnet Heute 10 - 17

James Rosenquist , Swimmer In The Econo -mist (painting 3), Oil On Canvas ,  402 × 610 Cm , 1997-98, Solomon R. Guggenheim Museum (c ) Estate Of James Rosenquist , VG Bild -Kunst , Bonn , Visda , 2017

James Rosenquist, Swimmer In The Economist (painting 3). Solomon R. Guggenheim Museum (c ) Estate Of James Rosenquist , VG Bild-Kunst, Bonn, Visda, 2017

Pressemitteilung Februar 2018

James Rosenquist - Eintauchen ins Bild

14. April 2018 Bis 19. August 2018

Samstag, den 14. April öffnet ARoS eine Sonderausstellung mit dem Werk des verstorbenen amerikanischen Popkünstlers James Rosenquist. Die Ausstellung zeigt mehr als 50 Werke und ist eine der bisher größten James Rosenquist-Ausstellungen in Europa.

„Wir erwarten eine fantastische und erfolgreiche Ausstellung, in der wir eine wichtige Auswahl von James Rosenquists Werken zeigen werden. Das wurde überwiegend durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Museum Ludwig in Köln und dem James Rosenquist Studio ermöglicht,” erklärt Museumsdirektor Erlend G. Høyersten, ARoS.

Zusammen mit Andy Warhol und Roy Lichtenstein hat Rosenquist seit den späten Fünfzigerjahren durch seine Arbeit dazu beigetragen, das zu etablieren, was als bedeutende Kunstrichtung bekannt wurde: Popkunst. Unter anderem ist er für die Verwendung von visuellen Werbetechniken und Bildern bekannt, die er in den Sechzigerjahren für seine Fine-Art-Laufbahn umfunktionierte, sowie für die enormen Formate, die er in den Siebzigerjahren zu malen begann. Inspiriert wurde er zu seiner Kompositionsweise und den Formatgrößen durch seine Arbeit als Billboard-Schildermaler im amerikanischen Mittleren Westen und in New York City in den Fünfzigerjahren. Häufig sind Rosenquists Werke drei bis fünf Meter hoch und zehn Meter lang – ein einziges bringt es sogar auf 27 Meter.

„Rosenquist möchte mit der Fläche des Gemäldes brechen, sodass das Gefühl entsteht, in eine Illusion hinein zu gehen. Darum bedient er sich dieser massiven, überwältigenden, beinahe zum Eintauchen verführend, riesigen Bildflächen, die er in gewissen Fällen als Räume aufbaut. Dort wird man als Betrachter vom Werk umschlossen und erhält die Möglichkeit, visuell, in das Gemälde einzutauchen,“ beschreibt Oberinspektorin und Ausstellungskuratorin Lise Pennington, ARoS. 

DIE AUSSTELLUNG

Die Ausstellung im ARoS enthält über 50 Werke, etliche noch nie ausgestellte Ursprungskollagen und bisher selten gezeigtes Archivmaterial. Die Ausstellung ist um drei von Rosenquists zentralen, monumentalsten Rauminstallationen herum aufgebaut: Horse Blinders (1968), die von 2015 bis 2017 einer gründlichen Konservierung durch das Museum Ludwig unterzogen wurde; Horizon Home Sweet Home (1970), die mit ihren kräftig bunten Spiegelpaneelen und dramatischen Trockeneisnebeln wirklich den Eindruck der Illusion erzeugt; und das überwältigende, dreiteilige Werk The Swimmer in the Econo-mist (1997-98), das eine Leihgabe des Museums Guggenheim New York ist und sich über mehr als 27 Meter erstreckt. Die drei Rauminstallationen werden ergänzt durch andere zentrale Werke aus Rosenquists Produktion von den späten Fünfzigerjahren bis 2012. Dazu gehört ein wichtiges F-111 Druck-Portfolio (1974), eine Leihgabe aus dem Besitz von James Rosenquist. 

DER KÜNSTLER

James Rosenquist (1933-2017) wurde in North Dakota geboren. Er besuchte die Universität in Minneapolis, Minnesota, wo er Studio Art studierte. 1955 zog er nach New York, wo er ein Jahr lang The Art Students League besuchte und Kontakt zu Künstlern der Generation vor der Popkunst bekam (die abstrakten Expressionisten). 1960 mietete er ein Studio in einem Gebäude in Lower Manhattan, in dem mehrere Künstler Ateliers besaßen, die ebenfalls bekannt wurden. Dazu gehörten Ellsworth Kelly und Agnes Martin (deren Studio Rosenquist übernahm) und er lernte so Robert Rauschenberg und Jasper Johns sowie andere, in der Nachbarschaft arbeitende Künstler kennen.

In jenen Jahren dominierten Autoren wie Jack Kerouac und Allan Ginsburg die amerikanische Literatur, und Dean Martin, Jerry Lewis und Thelonious Monk bestimmten Unterhaltung und Jazzmusik in dem Umfeld, in dem sich Rosenquist bewegte. Bevor er das Studio in Manhattan mietete, um sich auf eine Kunstkarriere zu konzentrieren, arbeitete er als Schildermaler in Brooklyn und Manhattan, und er malte immer wieder dieselben Motive. Dazu sagte er selbst: Ich habe Werbeflächen über allen Kiosken in Brooklyn gemalt, sodass ich eine Schenley-Whiskyflasche im Schlaf malen kann

KATALOG

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog James Rosenquist: Eintauchen ins Bild in Dänisch, Deutsch und Englisch. Dabei handelt es sich um eine umfassende Veröffentlichung mit der neusten diesbezüglichen Forschung. Die Autoren sind, neben den beiden Direktoren von Museum Ludwig und ARoS, Yilmaz Dziewior und Erlend G. Høyersten, der anerkannte deutsche Kunsthistoriker Tom Holert, der über Rosenquists ganz besondere Räumlichkeit schreibt; Kurator und Spezialist im Museum Ludwig, Stephan Diederich, der die Thematiken der Ausstellung unter die Lupe nimmt; Sarah Bancroft, Kunsthistorikerin, Kuratorin und Rosenquist-Expertin, die 2003 im Guggenheim Museum die Rosenquist-Retrospektive mit kuratierte (und gegenwärtig Vorsitzende der Rosenquist Foundation und des Studios ist) beleuchtet Rosenquists bahnbrechende Ursprungskollagen; der deutsche Designer und Forscher Tino Grass, der Rosenquists historisches Werk F-111 aus ganz neuen Winkeln betrachtet; Konservatorin im Museum Ludwig, Isabel Gebhardt, die über die intensive Forschungserfolge und die kürzlich erfolgte Konservierung des Werkes Horse Blinders berichtet, und Tim Griffin, ehemaliger Chefredakteur des angesehenen amerikanischen Kunstmagazins Artforum, der mit Ausgangspunkt in einem Werk von James Rosenquist, das für eine Ausgabe des Magazins entstand, über das politische Potenzial der Popkunst berichtet.

Ausstellungsverantwortliche: Oberinspektorin Lise Pennington, ARoS.

Pressefotos können bei Nennung des Fotografen kostenlos von Dropbox. heruntergeladen werden. 

Weitere Informationen bei

Anne Riis, Presseverantwortliche, ARoS
M: 2888 4464 | T: 8730 6621 | ari@aros.dk

Lise Pennington, Oberinspektorin, ARoS
T: D: +45 8730 6641| lp@aros.dk

Pressefotos können bei Nennung des Fotografen kostenlos von Dropbox. heruntergeladen werden.

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James Rosenquist, Passion Flower, 1987, ARoS Aarhus Kunstmuseum

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James Rosenquist, Untitled (Joan Crawford Says ...), 1964, Museum Ludwig, Köln, Estate of James Rosenquist, VG-Bild-Kunst, Bonn, Visda 2017. Photo: Rheinisches Bildarchiv, Köln

An exhibition by the Museum Ludwig in Cologne in cooperation with ARoS Aarhus Art Museum

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Diese Ausstellung wird von der Terra Foundation for American Art unterstützt:

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Sponsoren:

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