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DanskkomedieAgnes Slott-Møller, Niels Ebbesen, 1893-94, Randers Kunstmuseum. Foto Niels Erik Høybye

Pressemitteilung September 2018

Agnes Slott-Møller: Helden und Heldinnen

29. September 2018 bis 6. Januar 2019, Ebene 5

Eine wichtige dänische Symbolistin und Diskussionsteilnehmerin. Agnes Slott-Møller war eine der stärksten Künstlerfiguren des 19. Jahrhunderts, die sich als Frau in einem von Männern dominierten Umfeld bemerkbar machte. Jetzt werden ihre Helden und Heldinnen im ARoS ausgestellt. 

Von Ende September 2018 zeigt ARoS die Ausstellung Agnes Slott-Møller – Helte og heltinder. Die Ausstellung zeigt u. a. Agnes Slott-Møllers berühmte Schilderungen von Waldemars des Siegers Leben und riesige Werke mit Motiven aus dänischen Volksweisen.

„Einerseits war Agnes Slot-Møller Teil des modernen Fortschritts. Andererseits blickte sie melancholisch auf die Vergangenheit. Das machte sie zu einer widersprüchlichen Person und Künstlerin. Im dänischen Symbolismus war sie zentral platziert, und ihr Streben nach dem Wiederfinden einer starken dänischen Identität in einer unruhigen Zeit ähnelt der gegenwärtigen Suche nach nationalen Symbolen. Darum ist die Ausstellung gerade jetzt wichtig”, erklärt Museumsdirektor Erlend G. Høyersten, ARoS.

HISTORISCHE MOTIVE UND VOLKSLIEDER

Die Ausstellung Agnes Slott-Møller – Helte og heltinder zeigt 69 Werke, die sich in zwei Hauptgruppen teilen lassen; Werke mit historischen Motiven und Werke mit Motiven aus dänischen Volksliedern.

In den historischen Gemälden beschäftigt sich Agnes Slott-Møller mit den Helden und Heldinnen der dänischen Geschichte. Sie malte zentrale Personen wie z. B. Niels Ebbesen, Königin Margrete I. und Waldemar der Sieger, dessen Regierungszeit sie als historischen Höhepunkt sah. Das Leben von Waldemar dem Sieger stellte sie in einer Serie von sechs Gemälden dar. 

Die zweite Werkkategorie sind die Volksliedmotive.

„Agnes Slott-Møller lässt in ihren Volksliedgemälden eine intime, gefühlvolle Sphäre entstehen, in der die Motive eine melancholische, mythologische Sagenwelt zeigen und die Frau häufig Heldin der Erzählung ist. Die Volksliedgemälde zeigen die Ambition der Künstlerin, eine Motivwelt zu schaffen, in der sich der moderne Mensch in die Zeit vor der Industrialisierung zurück träumen kann”, sagt dazu Museumsinspektor und Kurator der Ausstellung, Jakob Vengberg Sevel, ARoS.

DIE KÜNSTLERIN

Agnes Slott-Møller (1862 – 1937) war mit dem dänischen Maler Harald Slott-Møller (1864 – 1937) verheiratet. Ihre Ausbildung bekam sie an der Tegne- og Kunstindustriskolen for Kvinder (Zeichen- und Kunstindustrieschule für Frauen) von 1878 bis 1885 und bei dem Maler P.S. Krøyer (1851 – 1909).

Agnes Slott-Møller fand ihren Platz im Symbolismus, der in Frankreich Ende des 19. Jh. entstand. Von 1891 bis 1900 war Slott-Møller Stiftungsmitglied der Freien Ausstellung (Den Frie Udstilling), und sie brachte ihre deutlichen Meinungen häufig in die öffentliche Diskussion ein. 

KATALOG

In Verbindung mit der Ausstellung gibt ARoS einen Katalog heraus mit Artikeln von: Mag.Art. Iben Overgaard, ein Überblick über Agnes Slott-Møllers biografische und kunsthistorische Entwicklung; Dozentin für Literaturgeschichte an der Universität Aarhus Lis Møller, die Verortung Agnes Slott-Møllers in der damaligen europäischen Strömung von Mittelalterismus; Museumsinspektor Jakob Vengberg Sevel, Agnes Slott-Møllers geistige Verwandtschaft mit Georg Brandes und Friedrich Nietzsche und deren Verständnis des ´aristokratischen Realismus´.

Pressefotos können bei Nennung des Fotografen kostenlos von  Dropbox heruntergeladen werden.

Weitere Informationen bei:

Museumsinspektor Jakob Vengberg Sevel:

+45 2835 2656 / jvs@aros.dk

Presse- und Kommunikationsabteilung:

Anne Riis: +45 2888 4464 / ari@aros.dk

Jens Henrik Daugaard: +45 2888 4467 / jehd@aros.dk

Pressefotos können bei Nennung des Fotografen kostenlos von  Dropboxheruntergeladen werden.

Agnes Slott -Møller , Kong Valdemars Bryllup Med Dronning Dagmar , 1932, Courtesy Ringsted Rådhus , Foto Ole Akhøj

Agnes Slott-Møller, König Waldemars Hochzeit mit Königin Dagmar, 1932. Ringsted Kommune. Foto Ole Akhøj

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