Geschlossen heute

Pressemitteilung September 2018                          

Julian Schnabel - Aktion Paintings 1985 - 2017

12. Oktober 2018 - 3. März 2019, Ebene 1

Seit 40 Jahren tonangebender Künstler und für den ´Oscar´ nominierter Regisseur. ARoS zeigt eine allumfassende und persönliche Sonderausstellung mit riesigen Werken des Amerikaners Julian Schnabel.

ARoS’ große Sonderausstellung im Herbst 2018 bietet eine Retrospektive eines Schwergewichts der amerikanischen Kunst – des Malers und Regisseurs Julian Schnabel.

Die Ausstellung kam in enger Zusammenarbeit mit Herrn Schnabel zustande, der ARoS Werke seiner eigenen Sammlung auslieh. Die Besucher können deshalb Werke sehen, die niemals zuvor öffentlich ausgestellt waren. 

„ARoS hat länger als zwei Jahre daran gearbeitet, diese Ausstellung zu ermöglichen. Es ist die Art von ARoS, Möglichkeiten zu suchen und sich aus der Komfortzone hinaus zu bewegen. Darum hatte Herr Schnabel bei der Entwicklung dieser Ausstellung große Freiheiten. Er hat einen andersartigen Aufbau verwirklicht, der die Besucher von dem Moment an überraschen wird, in dem sie sein Universum betreten“, erklärt Museumsdirektor Erlend G. Høyersten, ARoS. 

DIE AUSSTELLUNG

Die Ausstellung reiht sich an ARoS’ frühere Ausstellungen an, mit denen das Museum bedeutende amerikanische Kunst zeigte. U. a. die Ausstellung mit dem amerikanischen Kunstfotografen Robert Mapplethorpe. Gleichzeitig ist die Ausstellung eine Fortsetzung von ARoS’ langjährigem Interesse an der wilden Malerei der Achtzigerjahre, für die Schnabel das amerikanische Pendant darstellt.

Diese Ausstellung ist die bisher größte Schnabel-Ausstellung in Skandinavien und eine Glanzleistung der Präsentation von Schnabels langjährigem Wirken. Sie zeigt mehr als 40 großformatige Werke, von denen die meisten über drei Meter, das größte sogar über acht Meter, lang sind. Die Architektur der Ausstellung baut auf der Via Dolorosa, Jesu Leidensweg, und die Besucher erleben, wie sie vom Licht in den Schatten und wieder ins Licht gehen.

„Julian Schnabel gilt als Speerspitze für die Rückkehr der Malerei in den späten Siebziger- und den Achtzigerjahren und als eine der Frontfiguren der Rückkehr erzählender und persönlicher Malerei in die Kunst”, sagt der ausstellungsverantwortliche Museumsinspektor Rasmus Stenbakken, ARoS.  

DER KÜNSTLER

Julian Schnabel wurde 1951 in Brooklyn, New York, geboren und lebt heute in New York City und Montauk, Long Island. Er ist die markanteste Gestalt der Rückkehr der figurativen und narrativen Malerei zu Beginn der Achtzigerjahre. Seine ungezügelt wilden Werke mit ihren schreienden Farben und heftigen Gestik waren Teil des tosenden Neo-Expressionismus, der auftauchte, nachdem die Malerei in Siebzigerjahren lange zu Gunsten einer mehr konzept- und ideenbasierten Kunstform abgeschrieben war. In seinem Wirken hat Schnabel die Grenzen der Malerei gesucht, und er ist dafür bekannt, ständig mit Oberflächen und Materialien zu experimentieren.

EIN FÜR DEN OSCAR NOMINIERTER MALER

1996 schrieb Schnabel den Spielfilm Basquiat über den jungen Künstler Jean-Michel Basquiat aus New York und führte selbst Regie. Schnabels zweiter Film, Before Night Falls, gewann 2000 den Grand Jury Prize und Coppa Volpi für den besten Schauspieler, Javier Bardem, auf dem Venice Film Festival. 2007 führte Schnabel Regie in seinem dritten Film, The Diving Bell and the Butterfly. Schnabel wurde mit den Preisen für den besten Regisseur auf dem Cannes Film Festival und bei den Golden Globe Awards ausgezeichnet, wo der Film auch den Preis für den besten fremdsprachlichen Film erhielt. The Diving Bell and the Butterfly wurde für vier Oscars vorgeschlagen. Schnabels neuster Film, At Eternity's Gate, über Vincent Van Gogh hatte Premiere auf dem Venice Film Festival im September 2018, und zu den Schauspielern gehört auch der Däne Mads Mikkelsen.

KATALOG

Schnabel war die treibende Kraft für den umfassenden Katalog, den ARoS in Verbindung mit der Ausstellung herausgibt. Der Direktor der Französischen Akademie in Rom, Éric de Chassey, trägt mit seiner eingehenden Kenntnis von Schnabels Malerei bei, und die Performancekünstlerin Laurie Anderson beschreibt poetisch ihr persönliches Verhältnis zu Schnabel. Vorworte von Museumsdirektor Erlend G. Høyersten und Museumsinspektor Rasmus Stenbakken leiten den Katalog ein. 

Die Ausstellung wird kuratiert und wurde entworfen von Julian Schnabel und Louise Kugelberg und co-kuratiert von Erlend G. Høyersten, Rasmus Stenbakken und Jens-Peter Brask.

Pressefotos können bei Nennung des Fotografen kostenlos von Dropbox  heruntergeladen werden.

Weitere Informationen bei:

 

Ausstellungsverantwortlicher Museumsinspektor:
Rasmus Stenbakken: rcs@aros.dk / +45 2856 3485

Presse- og Kommunikationsabteilung:

Anne Riis: ari@aros.dk / +45 2888 4464
Jens Henrik Daugaard: jehd@aros.dk / +45 2888 4467

Pressefotos können bei Nennung des Fotografen kostenlos von Dropbox  heruntergeladen werden.

P13.0019.Cropped

Julian Schnabel, Big Girl Painting, 2013, oil on canvas, 414 x 386,1 cm, private collection, photo Tom Powel Imaging

P94.0081.Cropped

Julian Schnabel, Last Attempt at Attracting Butterflies, 1994, oil on canvas, 411.5 x 375.9 cm, private collection. Photo by Ken Cohen Photography

Sponsoren:

Vihelmkiersfond

Cacfonden

©ARoS 2017