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Vilhelm Kyhn , Ved Issefjorden , 1883, ARo S Aarhus Kunstmuseum Kopier -kopi Vilhelm Kyhn, Ved Issefjorden (Am Issefjord), 1883, ARoS Aarhus Kunstmuseum

Pressemitteilung Februar 2019

Der Traum von Dänemark

2. Marts bis 18. August 2019, ARoS Focus-Galerie

Die Ausstellung Der Traum von Dänemark zeigt große Formate und epische Motive aus der zweiten Hälfte des 19. Jh. und stellt die Frage ”Was ist typisch dänisch?”

Die Frage nach dem Dänischen ist heute ebenso aktuell wie Ende des 19. Jahrhunderts. Das war eine Zeit, in der Dänemark weitreichende politische, wirtschaftliche und militärische Veränderungen erlebte. Der Traum von Dänemark lenkt die Aufmerksamkeit auf nationalliberalen Gedanken und Ideen, die in jener Zeit aufkamen und mit zu unserer Auffassung von Dänemark und dem Dänischen beitrugen.

"Wir leben in einer Zeit, in der wir viel über nationale Werte sprechen. Mit klarem politischem Unterton definieren wir auf vielerlei Art, wer dazu gehört und wer draußen bleibt. Der Traum von Dänemark ist eine schöne und wichtige Ausstellung, die uns hilft, den Ursprung des heutigen Sprachgebrauchs zu verstehen, wenn wir z. B. über den Nationalstaat sprechen“, erklärt Museumsdirektor Erlend G. Høyersten, ARoS. 

Die Ausstellung besteht aus 70 Werken der Sammlung von ARoS, entstanden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, von u. a. Janus la Cour, Vilhelm Kyhn und Christen Dalsgaard. Sie alle gehörten zur nationalromantischen Strömung, und ihre Gemälde schildern die Vorstellungen vom neuen Dänemark.

KURZ ZU JENER ZEIT

Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts wird als Nationalromantik bezeichnet. Es ist eine Zeit voller großer Veränderungen für Dänemark. Eines der wichtigen Ereignisse ist die Verabschiedung des Grundgesetzes im Jahr 1849. Im Jahr zuvor war der Absolutismus aufgehoben worden, und nun fühlte sich ein größerer Teil der Bevölkerung berechtigt, den „Traum von Dänemark” mitzugestalten. 

Im Januar 1859 versammelten sich einige Bürger von Aarhus. Sie wollten das erste dänische Kunstmuseum außerhalb Kopenhagens aufbauen. Das war der Beginn von dem, das wir heute als ARoS Aarhus Kunstmuseum kennen.

„Schon damals verstand man die Bedeutung der Kunst für die Auffassung vom Dasein. Deshalb kaufte und bestellte man Werke von einer neuen Generation von Künstlern, die dabei helfen konnten, nationalliberale Gedanken zu fördern. Die Künstler schilderten ein Dänemark mit großartigen Landschaften, ruhiger See und aufrechten Bauern mit inhaltsreichem Leben. Man ist stolz auf sein Land und möchte es vorteilhaft darstellen“, sagt Museumsinspektor Erik Nørager Pedersen, ARoS. 

Das ist auch die Zeit von H.C. Andersen, N.F.S. Grundtvig und Søren Kierkegaard. Jeweils auf ihre eigene Weise gehen sie von den Möglichkeiten jedes einzelnen Menschen aus, sich zu entwickeln und das eigene Leben zu gestalten. Es besteht das Bedürfnis, die Natur zu erleben, neue Orte zu sehen und Wissen über Geschichte, Kultur und Wissenschaft zu sammeln. Hans Christian  Andersen schreibt Vaterlandslieder, die lyrische Liebeserklärungen an das schöne Land sind, Grundtvig bietet durch die Volkshochschulbewegung den Bauern Bildungsmöglichkeiten und Søren Kierkegaard plädiert dafür, dass jeder einzelne Mensch Verantwortung für sein Leben übernehmen soll. 

Ausstellungsverantwortlicher: Erik Nørager Pedersen, Museumsinspektor, ARoS.

Pressefotos können bei Nennung des Fotografen kostenlos von Dropbox heruntergeladen werden.

Weitere Informationen bei:

Museumsinspektor:
Erik Nørager Pedersen: +45 6155 4451 / enp@aros.dk

Presse- og Kommunikationsabteilung:
Anne Riis: ari@aros.dk / +45 2888 4464
Jens Henrik Daugaard: jehd@aros.dk / +45 2888 4467

 

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